Musischer Abend 2018

Musischer Blickwechsel an der Franz-Stock-Realschule

Während draußen die Temperatur unter null kroch, heizten die Schülerinnen und Schüler der Franz-Stock-Realschule in Hövelhof ihrem Publikum ordentlich ein. Zum wiederholten Mal ging unter der Leitung von Musiklehrerin Margret Kaupmann und ihrer Kunstkollegin Katharina Deeg ein wärmendes Feuerwerk künstlerischer Leckerbissen über die Bühne der Schulaula. An diesem Mittwochabend lautete das Motto „Blickwechsel“, das die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 mit Beiträgen aus dem musikalischen Spektrum, aber auch mit Arbeiten aus dem Kunstunterricht umsetzten.

Blickwechsel, das bedeutete für Realschulrektor Jochen Welschmeier auch, die Fähigkeiten der eigenen Schüler, der eigenen Kinder aus einer ganz neuen Perspektive zu sehen. Für das knapp zweistündige Programm hatten die Schülerinnen und Schüler so manche Unterrichtsstunde für Proben „verpasst“ und die übrige Schule mit Musik geflutet, aber dafür ein stimmiges und begeisterndes Programm auf die Bretter gezaubert. Und nicht umsonst besitzt die Franz-Stock-Realschule eigene Musikklassen, eine von Schülern geleitete Tanz-AG und eine Schulband. Geboten wurde also von Sologesangseinlagen – Emely Born (10b) mit „The Climb“ – , einem HipHop-Medley der Tanz-AG unter Leitung von Marc-Jason Gaidies (10d), dem „Pink Panther Theme“ von Charlotte Filthaut (7b) auf dem Saxofon oder „Radioactiv“ mit Max Pachur (7b) auf dem Akkordeon mit der Begleitung von Jonas Leuschner (7b) am Schlagzeug ein weitgespannter musikalischer Regenbogen, und dabei sind längst nicht alle Mitwirkenden genannt.

Da die Franz-Stock-Realschule am Erasmus-Projekt teilnimmt, wurden künstlerische Arbeiten der Schülerinnen und Schüler zum Thema „Imigration-there is no going back“ aus dem Workshop präsentiert. Unter dem Motto „Mit neuem Blick“, frei nach Christoph Neumann, präsentierten die Klassen 10 in einer Diashow ihre Arbeiten aus dem Kunstunterricht und verblüfften die Besucher in der vollbesetzten Aula. Alltagsgegenstände in ganz andere Zusammenhänge zu bringen war der Auftrag. Da wurde dann schon mal ein schreitender Vogel aus einer Schere oder eine Gabel zum Gefängnisgitter eines Gefangenen.

Nur mit einer Zugabe wurde die Schulband am Schluss von der Bühne gelassen und das Publikum verließ die Franz-Stock-Realschule mit hoffentlich geschärftem Blick für die kalten Realitäten draußen.