Orientierungstage in Hardehausen für die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10

Kein Aprilscherz – aber doch sehr fröhlich! – In der Zeit vom 1. April bis zum 4. April verbrachten 75 Schülerinnen und Schüler der Franz-Stock-Realschule, begleitet von ihren KlassenlehrerInnen, Tage der Orientierung im Jugendhaus Hardehausen. Untergebracht im altehrwürdigen Kloster der Zisterziensermönche, erwartete die Jugendlichen ein buntes Programm mit thematisch vielfältigen Workshopangeboten, zahlreichen Freizeitmöglichkeiten und einer abwechslungsreichen leckeren Verpflegung. 8 Sozialpädagogen, Teamerinnen und Teamer des Jugendhauses und der Katholischen Fachhochschule Paderborn arbeiteten mit den Schülern an Themen, die sie auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben berühren werden. Kurz vor ihrem Schulabschluss, mit dem sie aufbrechen in einen neuen Lebensabschnitt, wählten die Jugendlichen „ihre“ Themen aus: Familie und Freundschaft, Teamwork, Identität und Zukunft, Musik, Sport, Konsum und Tod. Begleitet von den MitarbeiterInnen des Jugendhauses wurden die Mädchen und Jungen nach eher theoretischen Workshops am ersten Tag anschließend kreativ: So entstand eine Produktion des Schwarzlichttheaters, einige SchülerInnen erstellten XXL-Plakate, sie lernten spezielle Fotografietechniken kennen und wagten sich an einen Poetry-Slam. Das große Außengelände mit Bolzplatz, die neue Sporthalle und der große Tischtennisraum luden dazu ein, sich in der Freizeit auszutoben. Aber auch Angebote des Hauses zu Stille und Besinnung kamen nicht zu kurz. In der modernen jungen Kirche war jeder eingeladen zu hören, zu schauen und den eigenen Gedanken nachzuhängen.

So waren dies tatsächlich Tage der Orientierung, aus denen viele Schüler neue Gedankenanstöße mitnehmen konnten, aber natürlich wurde auch die Gemeinschaft genossen, noch ein letztes Mal mit den Freunden unterwegs zu sein und einfach nur Spaß zu haben, bevor sich bald die Wege trennen und alle aufbrechen zu neuen Ufern.

Foto von einem Kreativobjekt

 

 

 

Ausbrechen aus dem Trott

aus dem Meer aus Leibern

morgens zu Arbeitsbeginn in der Großstadt

vorbei am nächsten Starbucks

diese Langeweile

das geht schon so für eine ganze Weile

wie kann das nur weitergehen

Mama, ich gehe

auf der Suche nach Freiheit

auf der Suche nach Selbstverwirklichung

auf zu neuen Welten

zu Artemis, dem Licht in der Nacht

ich fange nochmal neu an

auf der Suche nach Abenteuer

zu den Sternen

zu den unendlichen Weiten

zu sehen, was die Erde für ein Geschenk ist

diese Schönheit

dieses Blau

diese Vielfalt

 

Jonas Peitz, 10b

Poetry-Slam, entstanden in Hardehausen April, 2019